Friuli-Venezia Giulia Mit gut 1 – 1,4 Mill. hl Wein bringt diese im äußersten Nordosten gelegene Region nur etwa 2 % der italienischen Weinerzeugung hervor, jedoch inzwischen über 6 % der offiziellen Qualitätsweine des Landes, die innerhalb der Region einen Anteil von rund 43 % ausmachen – den nach der Region Trentino-Alto Adige (Südtirol) höchsten Anteil überhaupt in einer italienischen Region. Die noch in den achtziger Jahren eher geringen Hektarerträge von unter 50 hl/ha sind allerdings seit Beginn der neunziger Jahre deutlich gesteigert worden und liegen derzeit bei einer Ertragsrebfläche von noch knapp 19 500 ha bei rund 70 hl/ha. Im allgemeinen genießen die Weißweine, zumal aus dem Collio und den Colli Orientale del Friuli das größte Ansehen und erreichen einen hohen Rang, doch sollte man darüber weder die anderen Gebiete (Grave del Friuli, Aquileia, Isonzo, Latisana und Carso) noch die Rotweine vergessen, die wie der Schioppettino erst seit kurzem den DOC-Status besitzen, doch von bemerkenswerter Qualität sein können. Qualitativ zählt das kleine Friaul heute sicherlich zu den großen italienischen Weinbauregionen, und wenn Engagement und Seriosität mit der richtigen Sortenwahl, den passenden Böden, strenger Ertragsbegrenzung und kompromißloser Vinifikation und Ausbau einhergehen, sind ganz und gar bemerkenswerte Weine das Ergebnis.