Gamay Hervorragende Rotweinsorte, mit der in Frankreich rund 34 000 ha bestockt sind, 60 % davon finden sich allein im Beaujolais-Gebiet, wo sie mit einem Rebflächenanteil von 88 % praktisch die einzige Rebsorte ist. In der Tat findet sie hier auf den vorherrschenden Granit- und Lehmböden optimale Bedingungen und übertrifft an Qualität hier selbst den Pinot noir, der die kalkhaltigen Böden der Côte d’Or bevorzugt, die wiederum dem Gamay weniger gut bekommen. Hier beträgt daher der Gamay-Anteil lediglich 6 %. Beide Sorten, Gamay und Pinot noir, finden sich im Bourgogne Passe-Tout-Grains und meist auch im Dôle des Wallis. Außerhalb Burgunds findet man den Gamay in Frankreich vor allem an der Loire, zumal in der Touraine und in den östlich davon gelegenen Rotweingebieten der Côtes d’Auvergne, der Côtes du Forez, der Côte Roannaise u. a. Außerhalb Frankreichs, der Westschweiz und dem Valle d’Aosta ist der Gamay kaum anzutreffen. Der bulgarische Gamé ist in Wirklichkeit ein Blaufränkisch (Lemberger, Kékfrankos), der entgegen anderslautender Meinungen nicht mit dem Gamay identisch ist.