Garonne Größter Fluß Südwestfrankreichs, der bei Luchon in den Pyrenäen entspringt und dann über Toulouse weiter nach Bordeaux fließt, um sich wenige Kilometer nördlich dieser Stadt mit der Dordogne zum Mündungstrichter der Gironde zu vereinigen. Ohne die Garonne wäre die Mehrzahl der großen Bordeaux-Weine undenkbar, denn diese gedeihen auf Kiesablagerungen, die sich in den besten Fällen zu regelrechten Kieskruppen von etwa 10 m Tiefe aufschichten, die in urgeschichtlicher Zeit durch die Garonne entstanden sind, die in Jahrtausenden die Steine von den Pyrenäen herabgespült hat – wie es ähnlich die Dordogne mit dem Gestein des französischen Massif central gemacht hat -, um sie hier in ihrem Auslauf abzulagern. Von Sauternes, über Barsac und die Graves (insbesondere in Léognan und Pessac) bis in den südlichen Haut-Médoc (Margaux) und vereinzelt darüber hinaus sind diese Ablagerungen aus blendendweißem Kies aus der erdgeschichtlichen Günzperiode (vor ca. 7 – 1,3 Mill. Jahren) anzutreffen.