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Glas Für die zuverlässige Beurteilung eines Weins spielen sog. weingerechte Gläser eine unverzichtbare Rolle. Generell sollte es sich dabei um einen großen, dünnwandigen, kristallklaren, farblosen und mehr oder weniger tulpenförmigen Kelch von mindestens 0,2 l Rauminhalt mit einem Stiel handeln. Größe und Form des Kelches sind für die Entfaltung des Buketts unerläßlich, das in einem V-förmigen Glas entweichen und zudem kein Schwenken des Weins im Glas zur Entfaltung des Buketts erlauben würde. Zumal ältere Weine entwickeln ihr Bukett besser, wenn der Glaskörper noch größer ist. Klar und farblos sollte das Glas deswegen sein, damit die Farbe des Weins, seine Nuancen und Farbschattierungen, gegen einen weißen Hintergrund betrachtet, deutlich erkennbar werden. Indem man das Glas schließlich an seinem Stiel anfaßt, vermeidet man eine Erwärmung des Weins durch die Handtemperatur und eine eventuelle Trübung des Glases. Im einzelnen haben sich darüber hinaus noch für verschiedene Weinarten und -alter unterschiedliche Kelchformen und -größen herausgebildet, die immer dann sinnvoll und berechtigt sind, wenn sie den genannten Grundvoraussetzungen entsprechen und die Beurteilung und Probe eines Weins fördern.