Herb Nur bei Schaumweinen ist der Ausdruck herb genau definiert und gilt als die deutsche Übersetzung von brut. Ein als herb bezeichneter Schaumwein oder Sekt ist daher in der Regel trockener als extra trocken und verfügt über einen Restzuckergehalt von maximal 15 g/l (im Gegensatz zu den 12 – 20 g/l des extra trocken). Beim Wein hingegen bezeichnet herb durchweg einen mehr oder weniger trockenen Wein, ohne sich konkret auf den Restzuckergehalt zu beziehen. Vielmehr verwendet man den Begriff bei Rotweinen, um einen deutlichen Gehalt an Tanninen damit zum Ausdruck zu bringen, ohne daß diese derart aggressiv hervortreten, daß man sie als adstringierend bezeichnen würde, während man beim Weißwein mit herb einen Wein mit einer relativ hohen Säure bezeichnet, die jedoch nicht grün und unreif wirkt. Ein herber Wein ist also keineswegs ein geringer Wein, und er wird in der Regel auch nicht als unangenehm empfunden. Jedoch ist es ein Wein, der in diesem Stadium sicherlich noch zu jung ist und den man deshalb noch weiter altern lassen sollte.