Johannisberg Wohl der bekannteste aller Weinbauorte des Rheingaus, obwohl er mit seinen 120 ha Rebfläche zugleich auch einer der kleinsten ist. Doch so bedeutend seine Lagen Klaus, Vogelsang, Schwarzenstein, Goldatzel, Hansenberg, Hölle und Mittelhölle auch sind, ein konkurrenzloses Ansehen gründet sich letztlich allein auf das Schloß Johannisberg, das auf einem Bergvorsprung weithin sichtbar die zum Rhein abfallende Landschaft dominiert und mit seinen steil nach Süden gerichteten Rebflächen von 35 ha über ein Drittel der Rebflächen des Ortes einnimmt. Johannisberger Weine weisen nicht die Rasse der Rüdesheimer auf und nicht die Festigkeit der Erbacher oder die kernige, dichte Struktur der Rauenthaler. Vielmehr sind sie durch ein herausragendes Bukett und eine außerordentliche Anmut gekennzeichnet, die mit Substanz und Struktur gepaart ist und ihnen eine besondere Balance und Ausgeglichenheit verleiht. Führende Erzeuger sind das Weingut Johannishof (H. H. Eser, 14 ha, ausschließlich Riesling), das Mummsche Weingut und das Weingut Prinz von Hessen (früher Landgräflich Hessische Weingut), alle in Johannisberg, Schönborn u. a.

Außerdem ist Johannisberg die im Wallis gebräuchliche Bezeichnung für den Grünen Silvaner.