Keller Ort zur Vergärung, zum Ausbau und zur Lagerung von Wein, der sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz üblicherweise unter der Erde befindet. In Frankreich und den Mittelmeerländern sind hingegen unterirdische Keller eher selten, da dort die Vergärung und der Weinausbau meist oberirdisch stattfinden. Dies hängt mit dem andersartigen Charakter der Weine zusammen und erfordert in der Regel bauliche und andere Maßnahmen für ein Mindestmaß an Kühlung, die jedoch für eine Flaschenlagerung im allgemeinen nicht ausreicht. Ein Flaschenkeller sollte vielmehr idealerweise über eine über das Jahr konstante Temperatur von 10 – 12° C verfügen, gut belüftet und vibrationsfrei sein und eine deutliche Luftfeuchtigkeit aufweisen. Da es heute nur noch wenige Wohnhäuser gibt, die über einen derartigen Keller verfügen, muß man deswegen nicht auf die Lagerung von Wein verzichten, selbst wenn man über keine zusätzliche Klimaanlage verfügt. Saisonale Temperaturschwankungen zwischen ca. 8° im Winter und 18 – 20° im Hochsommer schaden dem Wein selbst nach 15 – 20 Jahren nicht in gravierender Weise, wenngleich es unbestritten ist, daß das Altern des Weins um so langsamer verläuft, je kühler der Keller ist. Daß die Flaschen dabei horizontal gelagert werden, um ein Austrocknen des Korkens und damit ein Undichtwerden der Flasche zu verhindern, versteht sich von selbst.