Kohlensäure Auch als Kohlendioxid (CO²) bezeichnet, entsteht in großen Mengen bei der Gärung und ebenfalls beim biologischen Säureabbau und ist als solcher in geringen Dosen ein natürlicher Inhaltsstoff des Weins (zwischen 0,0 und 0,5 g/l), der dann – außer bei sehr frühen Füllungen, Sternwein, Vin sur lie – weder optisch noch geschmacklich feststellbar ist. Aufgrund des modischen Trends zu jungen und frischen Weiß-, aber auch Rotweinen (etwa Beaujolais primeur) setzt man heute diesen Weinen häufig bei der Abfüllung eine CO²-Dosage zu, was laut Weinverordnungen bis zu einem Höchstwert von 2 g/l erlaubt ist, um diese künstlich frischer erscheinen zu lassen, was dann beim Einschenken des jungen Weins in Form von Gasbläschen am Glasrand sichtbar wird. Verfechter dieser Methode füllen heute grundsätzlich helle Rot- wie Weißweine, aber auch plumpere, säurearme Weine mit einem Kohlensäuregehalt von 1 – 1,5 g/l ab. Es versteht sich von selbst, daß qualitativ hochstehende Weine mit diesen Methoden nicht zu erzeugen sind.