Korsika Französische Mittelmeerinsel (Corse), deren Weinbau in jüngster Zeit qualitativ zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, seitdem moderne Gärverfahren hier Einzug gehalten haben, während er quantitativ, wie überhaupt im französischen Süden, deutlich rückläufig ist. Heute stehen noch knapp 11 000 ha unter Reben, die zumeist einen ansprechenden Landwein (Vin de pays de I’Ile de Beauté) hervorbringen, während auf knapp einem Sechstel der Gesamtfläche A.O.C.-Weine erzeugt werden. Diese kommen entweder unter der allgemeinen Appellation Vin de Corse in den Handel oder einer der sieben Unterregionen, von denen Ajaccio, Patrimonio, Porto Vecchio und Sartène qualitativ als die bedeutendsten gelten. Zu gut 90 % handelt es sich dabei um Rot- und Roséweine aus einheimischen (Sciaccarello, Nielluccio u. a.) oder südfranzösischen Sorten (darunter Cinsaut, CarignanGrenache), deren beste beachtlichen Charakter, Rasse und Feinheit aufzuweisen vermögen. Die Weißweine (aus Vermentino, Malvasia u. a., meist einheimischen Sorten) können heute ebenfalls von beachtlicher Frische und Charakter sein, während andere vordergründig modern erscheinen. Doch die Fortschritte auf breiter Linie sind unübersehbar.