Kreuzungen In der Kreuzungszüchtung unterscheidet man zwei Arten von Kreuzungen: 1. Kreuzungen innerhalb der gleichen Art, d. h. Vinifera x Vinifera-Sorten, z. B. Riesling x Silvaner, die die sog. Neuzüchtungen ergeben, deren verbreitetste in Deutschland der Müller-Thurgau ist; 2. die sog. interspezifischen Kreuzungen zwischen zwei verschiedenen Arten, also etwa Vinifera x Riparia. die die sog. Hybriden hervorbringen und mit denen die Züchtung pilzresistenter Direktträger beabsichtigt ist.
Auch wenn diese heute keinen Foxgeschmack mehr aufweisen, sollte man nach dem Debakel mit den Neuzüchtungen nicht der Illusion erliegen, als ließen sich auf absehbare Zeit auf diesem Weg Rebsorten kreieren, die den europäischen Spitzensorten vergleichbare Weinqualitäten zu liefern in der Lage wären.
Neben der Kreuzungszüchtung ist die Erhaltungszüchtung, d. h. der Erhalt der alten Sorten durch Klonenselektion (Klon) von weitreichender Bedeutung. Bekannte Institute für Rebzüchtung befinden sich in Deutschland in Alzey, Freiburg, Geilweilerhof, Geisenheim, Weinsberg und Würzburg.