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Der Lambrusco, der aus den Lambrusco-Reben gewonnen wird, bezaubert mit seiner fruchtigen „Leggerezza“ und seiner perlenden und schäumenden Frische, die zum Genuss einlädt und italienisches „Dolce Vita“ aufleben lässt.

 

Lambruso (Rebsorte, rot)

Es existieren an die sechzig diverse Variationen dieser Rebsorte. Lambrusco wird sortenrein zu einem perlenden und fruchtreichen Rotwein verarbeitet oder es werden Ancellotta-Trauben, die Rossissimo genannt werden, weil sie ein so intensives Rot aufweisen, zur Intensivierung der Farbe hinzugefügt.

An der kegelförmigen und mittelgroßen Traube haften spärlich runde Beeren, die dunkelblau bis schwarz sind. Die Lambrusco-Reben gedeihen auf nicht allzu reichen und trockenen Böden, sind genügsam in ihren Anforderungen an das Klima und ertragen auch ungünstige klimatische Bedingungen. Ihre Reife findet spät statt und so gelingt es der Traube noch alle herbstlichen Sonnenstrahlen in sich aufzusaugen und zu verwerten. In früheren Zeiten konnte die Lese bis zum Martinstag dauern, oftmals wurde sogar noch länger die Lese betrieben.

 

Ursprung und Verbreitung

Schon zu Zeiten der Römer fand diese sehr alte Rebsorte Erwähnung bei Schriftstellern. So beschreibt Plinius, der sich immer wieder mit Wein und Reben auseinandersetzte, die „vitis lambrusca“ als wilde Rebe, die einen säuerlichen Saft entstehen lässt. Cato berichtet in seinem Werk „ De Agricoltura“ von einer Rebe namens „Lambrusca“, die sehr ertragreich war. So schrieben diese ursprünglichen Trauben bereits antike Weingeschichte.

Alten Dokumenten zufolge liegt die Wiege der Lambrusco-Trauben in Modena, die die edelsten Rebstöcke dieser variantenreichen Sorte beheimatet. Seit den 70ern hat sich der Lambrusco – Wein zum Verkaufsschlager der italienischen Weine entwickelt. Zu Beginn des Lambrusco-Booms entsprach die Qualität nicht den heutigen Ansprüchen.

 

Anbaugebiete

Die Lambrusco-Rebe stammt aus der Region Emilia-Romagna, wo sie auch hauptsächlich angebaut wird. Vor allem rund um Modena, Parma und Reggio Emilia erfreut sich die Rotweinrebe eines regen Anbaus.

In Italien finden sich 4 Doc-Zonen: Lambrusco di Sorbara, Lambrusco Grasparossa di Castelvetro, Lambrusco Reggiano und Lambrusco Salamino di Santa Croce. Lambrusco di Sorbara wird hauptsächlich aus der Rebe Lambrusco di Sorbara nördlich von Modena produziert, ist zumeist trocken mit einer angenehmen Säure. Der Lambrusco Grasparossa di Castelvetro entsteht aus der Rebe Lambrusco Grasparossa südlich von Modena und ist reich an Tannin und weist Restsüße auf. Der Lambrusco Reggiano ergibt sich, westlich von Modena, aus der Verarbeitung der Reben Lambrusco Salamino, Lambrusco Marani, Lambrusco Maestri und Lambrusco Montericco, die oft mit der Ancellotta-Traube gemischt werden. Der Lambrusco Salamino di Santa Croce wird zum Großteil aus der Rebsorte Lambrusco Salamini gekeltert, weist viel Süße, aber mindere Qualität auf, insofern sie nicht trocken ausgebaut werden.

Südlich von Mantua am Po entsteht ein sogenannter Lambrusco Mantovano, in Reggio Emilia ein Lambrusco dell`Emilia, der ungefähr 18 Monate gelagert werden kann. In der Lombardei und in geringen Quantitäten auch in Südtirol wächst diese Rebe auch noch heran.

In Argentinien, wo diese Rebe ebenfalls kultiviert wird, nennt sie sich Lambrusco Measini oder Lambrusco Maestri.

 

Ausbau und Geschmack

Einerseits wird einfacher Lambrusco hergestellt, der Kosten erspart und den Grundwein bewahrt, aber mit starkem Aromaverlust einhergeht, andererseits wird qualitativer Lambrusco hergestellt, um das Aroma und die Fruchtigkeit zu bewahren , was jedoch mit sehr hohen Kosten verbunden ist, weil hochsensible Technik von Nöten ist. Damit die Vorteile beider Techniken sich realisieren, werden sie kombiniert. Der Ausbau des Lambrusco kann trocken oder lieblich erfolgen, auf jeden Fall sollte dieser Wein jung genossen werden. Die Farbe des Lambruscos schillert in einem intensiven Rubinrot, manchmal mit violetten Reflexen, immer schäumend und nach Weintrauben duftend.

Lambrusco duftet nach Frische, hat kaum Alkohol, perlt mit seiner erquickenden Säure und ist tanninbetont. Die Vielseitigkeit dieser perlenden Perle ist beachtenswert, besonders der trockene Ausbau. Die vorhanden Restsüße birgt Vollmundigkeit. Einladende fruchtige Noten von Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Holunder, Johannisbeeren und unreifen Birnen erfrischen mit gut regulierter Säure und feinem Schaum den Mund. Ein zartbitterer und würziger Geschmack kombiniert mit Lakritznuancen vollendet den Trinkgenuss.

 

Lambrusco genießt man am besten zu…

Der Wein Lambrusco, der ja aus der Region rund um Modena stammt , passt vorzüglich zu den Gerichten, mit denen die Küche Modenas und der Region Emilia aufwartet. Es ergibt einen gewissen Widerspruch, denn kalorienreiche Gerichte stehen einem legeren und eher säuerlichem Wein gegenüber, der mit seiner Perlage und seinem Tannin die Verdauung in Gang bringt. Süßliche und liebliche Tropfen des Lambrusco, wenngleich mit einer leicht säuerlichen Note, begleiten Kuchen und Süßigkeiten. Er passt hervorragend zu Nudelaufläufen, Wurst, Braten und Käse.

Der Lamberusco ist ein Wein, den man zu jeder sich bietenden Gelegenheit trinken kann, er eignet sich für klassische Gerichte als auch für die moderne Küche. Der Genuss eines Gläschens Lambrusco unterstreicht die Lebendigkeit des italienischen Nationalgerichts, der Pizza oder er eröffnet als leichter und perlender Aperitif die Mahlzeit.