Languedoc Einstige französische Provinz an der Mittelmeerküste von der Rhône bis jenseits Narbonne. Als Weinlandschaft Heimat der Weine des Midi, aus der die große Masse der französischen Tafel- und Landweine (vin de pays) stammt. Statistisch gesehen steht jeder dritte französische Rebstock in den drei Départements Hérault, Aude und Gard, insgesamt rund 280 000 ha, die ein Viertel bis ein Drittel der französischen Weinernte hervorbringen, je nach Jahrgang um 20 Mill. hl. Neben einer Fülle von belanglosen, bestenfalls gefälligen Tafelweinen – vieles davon wird gleich nach der Ernte der Destillation zugeführt – werden hier rund die Hälfte der französischen Tafelweine und nahezu drei Viertel der französischen Landweine erzeugt, letztere insgesamt 58 verschiedene. 18 % der gesamten Rebfläche dient heute der Erzeugung von A.O.C.-Weinen (V.D.Q.S.-Weine werden gerade noch auf etwas mehr als 1000 ha insbesondere in der Aude erzeugt), darunter der Coteaux du Languedoc, z. T. mit Zusätzen wie Cabrières, Montpeyroux, Quatourze u. a., der Corbières, der Minervois, der Clairette de Languedoc, der Faugères, der Fitou u. a. Schließlich kommt mit dem Blanquette de Limoux Frankreichs ältester Schaumwein aus dem Languedoc, und mit den süßen Muskatellerweinen von FrontignanLunel und Mireval werden hier noch einige der bekanntesten vins doux naturels erzeugt.