Luxemburg Nach Verlassen Frankreichs bildet die Mosel auf 42 km Länge die Grenze zwischen der Bundesrepublik und Luxemburg. Während auf dem rechten Ufer die Bereiche Moseltor und Obermosel des Anbaugebietes Mosel-Saar-Ruwer liegen, befindet sich auf dem linken Ufer das luxemburgische Weinbaugebiet mit insgesamt rund 1000 ha Rebfläche (einschließlich der Rebflächen an der Sauer), von der etwa 160 000 hl im Jahresdurchschnitt gewonnen werden. Wird auf der deutschen Seite fast nur Elbling angebaut – in Luxemburg bei rückläufiger Tendenz mit knapp 19 % zweitstärkste Sorte -, so entfallen ln Luxemburg auf den hier Rivaner genannten Müller-Thurgau 45 % der Anbaufläche. Mit annähernd 12 % steht der Auxerrois an dritter Stelle, dicht gefolgt vom Riesling (11,5 %). Schließlich kommen Pinot blanc und Pinot gris auf jeweils zwischen 5,5 und 6 %. Sie alle liefern frische, eher leichte, ziemlich herbe Weißweine, die z. T. an trockene, mittlere deutsche Moselweine erinnern.
Luxemburgische Qualitätsweine tragen die Marque nationale (M.N.) und können durch Zusätze wie vin classé, premier cru oder grand Premier cru gekennzeichnet sein. Die wichtigsten der 33 luxemburgischen Weinbaugemeinden sind Remich, Grevenmacher, Wormeldange, Schwebsange, Bech-Kleinmacher, Wintrange u. a., in denen zusammen rund 600 Haupt- und Nebenerwerbswinzer tätig sind. Der Durchschnitts-Luxemburger ist einer der größten Weintrinker der Welt und konsumiert heute rund 60 l jährlich, fast genauso viel wie der Italiener und nur unwesentlich weniger als der Franzose.